Kleine, oftmals in Vergessenheit geratene Reste der hiesigen Kulturlandschaft – diesem Thema haben sich die "Spurensucher" verschrieben. Die vom Niedersächsischen Heimatbund initiierte Aktion läuft schon seit einigen Jahren in ganz Niedersachsen, unter anderem auch im Landkreis Diepholz. Ulrich Dannemann vom Kreisheimatbund hat zusammen mit Joachim Kroll die Koordination übernommen.
Die Daten und Bilder werden vorerst im Kreismuseum Syke erfasst und gespeichert und dann nach Hannover weitergeleitet. Sie stehen später allen Interessierten, den Heimat- und Bürgervereinen oder den Kommunen zur Verfügung, wenn zum Beispiel ein neues Baugebiet erschlossen werden soll. Es kann sich sogar ergeben, dass Objekte erst durch diese Spurensucherarbeit bekannt werden und möglicherweise als Bau- oder Naturdenkmal vorgeschlagen werden.
Auch in der Gemeinde Weyhe haben sich einige ehrenamtliche Heimatforscher zusammengefunden. Mit tatkräftiger Unterstützung von Gemeindearchivar Wilfried Meyer haben wir bereits zahlreiche örtliche Spuren entdeckt und gesichert. Über 30 Bunker, Überbleibsel des zweiten Weltkrieges, gehören dazu. Ortsbild prägende Einzelbäume, Reste alter Kopfsteinpflasterwege, markante Hof- und Gutsanlagen, Ziegeleien oder Gebäude, die mal eine ganz andere Nutzung hatten, wie zum Beispiel die Leester Molkerei oder die Dampfmühle Eggers in Melchiorshausen. Alle Daten wandern selbstverständlich auch ins Gemeindearchiv.
Am Montag, 19. Juli, trifft sich die Weyher Gruppe um 18 Uhr im Sudweyher Gasthof Voßmeyer, um eine Zwischenbilanz zu ziehen. Auch einige Gästeführerinnen sind dabei, denn die Spurensucher liefern ihnen oft neue Themen. Zu diesem Treffen sind auch alle Bürger eingeladen, denen dieses Thema interessiert oder die sich diesem Kreis anschließen möchten.
Wer Näheres über die Arbeit erfahren möchte, kann dies auch im Internet tun. Unter www.kreisheimatbunddiepholz.de ist ein Forum mit vielen Informationen eingerichtet.

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