Ein gleichermaßen erschreckendes und anspruchsvolles Szenario haben Einsatzkräfte von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr am Dienstagnachmittag in Leeste geübt: In der KGS sollte gegen 15.30 Uhr ein Täter einen Amoklauf begangen haben.
Den ersten eintreffenden Kräften der Polizei bot sich folgende fiktive Lage: In einem Schultrakt, in dem sich rund 40 Schüler (gespielt von Mitgliedern der Polizei und „ProYOUgend“) aufhielten, hatte ein Amokläufer bereits mehrere Personen durch Schüsse verletzt. Polizisten begannen daraufhin umgehend mit der Suche nach dem Täter im Gebäude.
Nach dessen Festnahme begannen die Arbeiten der übrigen Rettungskräfte. Zur Versorgung der Vielzahl an Verletzten wurde bereits zu Beginn des Einsatzes ein Großaufgebot an Einheiten des Rettungsdienstes und der Feuerwehr alarmiert. So kamen, neben dem hauptamtlichen Rettungsdienst, die Schnelle Einsatzgruppe (SEG) Nord des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) mit leitendem Notarzt und organisatorischem Leiter Rettungsdienst zum Einsatz. Die Feuerwehr stellte rund 60 Mitarbeiter aus allen Weyher Ortsfeuerwehren, die den Rettungsdienst bei der Versorgung und beim Transport der Verletzten unterstützten, sowie die Technische Einsatzleitung (TEL) Nord für die Koordinierung der Rettungskräfte. Zudem stellte die Feuerwehr den Brandschutz sicher und sperrte die umliegenden Straßen ab.Nach der Sichtung und Versorgung der 21 Verletzten auf dem Behandlungsplatz durch Rettungsdienst und Feuerwehr wurde die Übung gegen 17 Uhr beendet. Alle Organisationen zeigten sich während einer Nachbesprechung zufrieden mit der Zusammenarbeit vor Ort.Im Einsatz waren 60 Kräfte der Feuerwehr mit elf Fahrzeugen, 33 Mitarbeiter des DRK mit zwölf Fahrzeugen, fünf Notfallseelsorger und die Polizei mit diversen Beamten.

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