Die Anwohner des Kirchweyher Richtweges und des Weizenkamps klagen über massive Geruchsbelästigung. Sie haben den Kesselreinigungsbetrieb R.B.S. in Verdacht für die Geruchs- belästigung verantwortlich zu sein.
Seit einem Jahr rufen Anwohner in der Gemeindeverwaltung an und klagen über massive Geruchsbelästigung. Ein Anwohner berichtet, dass gleich Anwohner mehrerer Straßenzüge betroffen seien – insgesamt, so schätzt er, 300 bis 400. Zuletzt seien die Gerüche am vergangenen Wochenende aufgetreten. Es soll oft nach gekochten Kartoffeln und nach Chemie riechen. Die Anwohner haben die Befürchtung das die Geruchsbelästigung gesundheitsgefährdend ist.
Die Firma R.B.S. ist in der Gemeinde nicht unbekannt und füllt im Rathaus 30 Aktenordner. Die Firma reinigt, strahlt und bringt Innenbeschichtungen von Kessel- und Güterwaggons an. Vor etwa 20 Jahren hatte es über einen langen Zeitraum massiv Beschwerden über Geruchsbelästigung und über gelbe Nebelschwaden im Bereich des Richtweges gegeben. R.B.S. hatte daraufhin in Maßnahmen gegen die Geruchsbelästigug investiert .
Die Gemeindeverwaltung ist den Beschwerden der Bürger nachgegangen. Bürgermeister Lemmermann: „Sie haben recht.“ Allerdings konnten Gemeindemitarbeiter als auch Mitarbeiter des Gewerbeaufsichtsamtes keine Gerüche auf dem Gelände der Firma feststellen. Der letzte Beweis, so Lemmermann, dass die Gerüche von dem Betrieb kommen, sei nicht erbracht.
Nach Angaben des R.B.S.-Geschäftsführes Frank Fischer habe die Firma nichts damit zu tun. Er könne die Anwohner sehr gut verstehen, doch gebe es viele Mutmaßungen zu den Gerüchen. Er fragt sich, wie Anwohner um 5.30 Uhr eine Geruchsbelästigung feststellen können, der Betrieb aber erst um 7 Uhr seine Arbeit aufnimmt. Bei anderen Beschwerden sei der Wind aus Richtung der Anlieger gekommen.
Es könnte eine Reihe von Ursachen geben: Ein Sammelplatz für Grünabfälle, Mastbetriebe, eine Biogas-Anlage und mit Flüssigkeiten übergossene Beton-Teile. Nach seinen Recherchen vermutet Frank Fischer als Ursache ein ehemaliges Bahn-Gelände. Dieses Gebiet war einmal ein Sumpfgelände, das mit Schlacke und unbekannten Stoffen vollgekippt worden sei, und vermutet eine Ausgasung des Bodens.
Indes geht die Suche weiter. Die Gemeinde und das Gewerbeaufsichtsamt wollen ein Störmuster erstellen. Anwohner sollen alle Geruchsbelästigungen mit Dauer und Windrichtung dokumentieren und an die Verwaltung weitergeben.

0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen