Die siebenjährige Amira möchte so schnell wie möglich Englisch lernen. Deshalb hat sich die junge Kirchweyherin für eine ganz besondere Ferienspaß-Aktion in der Leester Grundschule entschieden. Unter Anleitung der Pädagogin Sylvia Fehner-Gaumann von der Sprachschule Abrakadabra und zusammen mit neun anderen Kindern durfte sie Kekse backen. Und ganz nebenbei erfüllt sich der Wunsch von Amira. Denn die sieben bis elf Jahre alten Nachwuchs-Bäcker erfuhren bereits bei der Teigzubereitung, wie die Zutaten in der Weltsprache lauten.
Vokabeln pauken war gestern -
die Pädagogin Fehner-Gaumann spricht lieber über Förmchen. Sie zieht aus einem dicken Beutel verschiedene Formen und bindet die Begriffe in kurze, griffige Sätze ein. Dies verfehlt die Wirkung nicht. Der achtjährige Soufien aus Kirchweihe hat noch nie Englisch gesprochen, kann aber ein paar Minuten später mühelos die Hasen-Form als „Bunny" identifizieren und hat auch die passenden Vokabeln für einen Mann und ein Auto parat.
Dies sei ein schönes Beispiel, wie Englisch-Training funktioniert, so Fehner-Gaumann. Wenn die Bilder, Spiele den Kindern Freude bereiten, so die Pädagogin, tauchen sie in ein so genanntes Sprachbad ein. „Ich muss nicht jedes einzelne Wort übersetzen, die Kinder lernen dennoch den Inhalt und können ihn anwenden."
So seien sie sich gar nicht bewusst, dass sie sich mitten in einem intensiven Englisch-Training befänden. Amira glaubt, dass Englisch lernen überhaupt nicht schwer sei, wenn es Spaß macht. Ihr habe die Aktion gefallen und die Kekse waren auch lecker.

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