Die Gemeinde Weyhe will ihre Lage an der Weser nutzen und Naherholung und Tourismus am Wasser vorantreiben.
In einer „dramatischen Aktion“, wie es gestern Bauamtsleiter Steffen Nadrowski formulierte, hätten Rathausmitarbeiter und der Hafenmeister Hand angelegt und den nördlichen, 170 Meter langen Steg D und den von ihm abgehenden Steg E mit Notankern gesichert. Denn eine Überprüfung habe ergeben, dass dort alle Ankerketten gerissen waren und der Steg bei Wind nach Norden abgedriftet sei – eine Gefahr für Mensch und Boot. Taucher haben inzwischen neue Ankerpunkte ausgemacht, Betonfertigteile sind schon bestellt.
Gefährlich auch der Zustand des zweiten langen Stegs B. Er ist mit laminierten Spanfaserplatten belegt, „eigentlich kein Material für den Stegebau“, so Nadrowski. Abhilfe sollen kurzfristig spezielle Aluminium-Platten schaffen.
Im Bootshaus werden die Sanitäranlagen auf Vordermann gebracht. Es gibt neue Waschbecken und einen neuen Durchlauferhitzer für die Dusche, berichtete Projektleiter Ninos Celik.
Und ein Weyher Elektriker prüft in einem so genannten E-Check alle Leitungen. Es gibt nämlich keinen genauen Plan, wo diese entlangführen. Sicher müssten auch die zum Teil 30 Jahre alten frei liegenden, der Sonne ausgesetzten Kabel ersetzt werden, sagte Nadrowski.
Bei all diesen Arbeiten muss die Gemeinde laut Fachbereichsleiter den Spagat zwischen Aufrechterhaltung des Marina-Betriebes und Kostenbewusstsein beherrschen.
Die Gemeinde will ja nicht alle Tage als Betreiberin auftreten und zu viel Geld investieren. Also sucht Weyhe als Eigentümerin des Wieltsees in einem so genannten Interessenbekundungsverfahren Investoren, die die Marina pachten und entsprechend aufhübschen wollen.

0 Kommentare:
Kommentar veröffentlichen