Am Mittwoch vergangener Woche geht die Melchiorshauserin Ramona Jüttner wie jeden Tag mit ihrem Hund "Mambo" Gassi. Auf einem Feldweg hinter dem Sportplatz muss "Mambo" in einem unbeobachteten Augenblick etwas gefressen haben, was ihn kurze Zeit später total umgehauen hat. "Ich konnte sehen, wie er innerhalb weniger Minuten immer mehr abgebaut hat", so Ramona Jüttner.
In einer Huchtinger Tierarztpraxis bekommt Ramona Jüttner die Diagnose: Ratten- oder ein starkes Pflanzengift muss zu einer hochgradigen Vergiftung des Körpers geführt haben. Der Hund bekommt ein Schmerzmittel und berappelt sich. Am Sonntag dann erneut der Rückfall.
Am Montag fährt Ramona Jüttner erneut in die Praxis, auf das Schlimmste vorbereitet.
Und in der Tat ist der Hund so sehr geschwächt, dass er eingeschläfert werden muss. "Mambo" war ein kinderlieber, ganz freundlicher Hund, sagt seine Besitzerin.
Das Schicksal des Gordon Setters ist in Melchiorshausen kein Einzelfall. Am Montag vergangener Woche hatte der Hund einer Nachbarin ebenfalls Gift gefressen, berichtet Jüttner. Das Tier habe 30 Stunden im Koma gelegen, sei aber inzwischen über den Berg.
Ramona Jüttner trauert um ihr "Familienmitglied", mit dem sie morgens gesprochen hat, mit dem sie rausgegangen ist. 1600 Euro hat sie in die vergebliche Behandlung des Hundes gesteckt, an deren Ende trotz aller Bemühungen nur die Todesspritze stand.
Sie möchte, dass dem Tierquäler das Handwerk gelegt wird. Sie hat sich bei der Polizei gemeldet, die nun ihrerseits Zeugen sucht: Wer beobachtet hat, wie jemand einen Köder zum Beispiel in Form eines Brötchens oder einer Wurst ausgelegt hat, möge sich beim Weyher Polizeirevier unter 0421/80660 melden.

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